Medienmitteilung Gemeinderat Glattfelden: Provisorische Flüchtlingsunterkunft "Eichhölzli"
Glattfelden, 7. August 2024
Medienmitteilung Gemeinderat Glattfelden
Provisorische Flüchtlingsunterkunft «Eichhölzli»
Der Gemeinderat bleibt bei seiner Entscheidung, eine provisorische und temporäre Unterkunft für Flüchtlinge bereitzustellen, trotz des jüngsten Gerichtsentscheids einer anderen Gemeinde im Kanton Zürich. Er arbeitet parallel an einer langfristigen Lösung zur Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde Glattfelden.
Der Gemeinderat hält an einem Entscheid zur Erstellung einer provisorischen, temporären Unterkunft für Flüchtlinge im Gebiet «Eichhölzli» fest. Trotz des jüngsten Gerichtsentscheid im Falle der Gemeinde Fällanden ist der Gemeinderat der Meinung, dass dieser Entscheid nicht auf die Situation in Glattfelden anwendbar ist. Im Gegensatz zur Gemeinde Fällanden hat Glattfelden keine angemessenen Alternativen mehr und kann nicht nur das neue Kontingent nicht erfüllen, sondern auch einem grossen Teil der bereits zugewiesenen und in der Gemeinde wohnhaften Flüchtlingen in den kommenden Wochen keine Unterkunft mehr anbieten, nachdem der Mietvertrag einer grösseren Liegenschaft durch den Vermieter gekündigt wurde und alle rechtlichen Möglichkeiten zur Verlängerung des Mietverhältnisses bereits ausgereizt worden sind.
Darüber hinaus hatte die Gemeinde frühzeitig das Projekt «Einfaches Wohnen» ausgearbeitet, welches jedoch an der Urne abgelehnt wurde. Die Gemeinde Glattfelden hat keinerlei eigene Unterkünfte oder Liegenschaften für diesen Zweck zur Verfügung und sollte mittlerweile ein Kontingent von rund 87 Personen erfüllen können.
Gegen den Entscheid über die Gebundenheit dieser Ausgaben und die erteilte Baubewilligung wurde kein Rechtsmittel ergriffen. Damit ist der Entscheid in Rechtskraft erwachsen und die Arbeiten wurden nach einer öffentlichen Ausschreibung (Submission) mit total acht Angeboten an den günstigsten Anbieter vergeben. Die reinen Kosten für Lieferung und Miete der Unterkunft belaufen sich auf rund CHF 500'000 und die restlichen Kosten entfallen auf Werkleitungen, Grundstückerschliessung sowie Möblierung und Planung.
Der Gemeinderat versteht die Bedenken der Öffentlichkeit und wird weiterhin nach Lösungen suchen, die sowohl den Flüchtlingen als auch der Gemeinde gerecht werden. Die Unterbringung von Flüchtlingen ist eine Verbundaufgabe von Bund, Kanton und Gemeinden, deren Erfüllung der Gemeinderat Glattfelden sehr ernst nimmt.
Kontakt für Rückfragen:
Marco Dindo, Gemeindepräsident, T 079 253 89 59